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Mark Leewe | mukutu GmbH

Gibt es die "Beste Band der Welt"


Datum:
26.03.2007, 22:14
Von:
unbekannt
Mich würde mal interressieren ob und wie man die "Beste Band der Welt" definieren kann und welche da in die engere Auswahl käme!

Was macht die "Beste Band" aus?

Ihr Musikstil?
Die Menge der verkauften Tonträger?
Ihr Image?
Die Perfektion mit der sie ihre Instrumente beherrschen?


Sind es Mozart, Bach, Beethoven die einen immensen Output an Melodien und Harmonien leisteten, die im Gegensatz zu heutigen Musikern ihre Ideen noch in Notenform niederschrieben?

Sind es die Beatles, Stones, Led Zeppelin etc. weil sie jeweils einen neuen Stil geprägt haben und seit Jahrzehnten aus dem Airplay der Radio-Stationen nicht mehr wegzudenken sind?

Sind es Jimi Hendrix, Freddie Mercury, John Lennon etc. weil sie durch ihr frühes ableben einen Mythos erschaffen haben, und durch ihre genialität in ihrem Metier glänzten?

Kann auch Heino, Drafi Deutscher, Ralph Siegel etc. hier eine Position erhaschen, die viel mehr Menschen mit ihrer Musik erreichen als man sich denkt?

Meines dafürhaltens haben es die Beatles in der kurzen Zeit ihrer Karriere schon geschaft sich in dieser Liste einen oberen Rang zu erhalten.
Sie prägten eine Generation und ihre Musik lebt weiter.
Sie waren allein auf weiter Flur mit einer neuen Musikrichtung die genausogut in die Hose hätte gehen können.
Ihre Titel werden von Musikgruppen jedes Genres kopiert, haben eingängige Texte und Melodien.
Doch macht sie das zur besten Band der Welt?

Auf viele viele Einträge freut sich der FMM

Antwort | Zitatantwort

Datum:
26.03.2007, 23:07
Von:
Punky
na ganz klar DIE ÄRZTE 😂

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Datum:
27.03.2007, 15:35
In jedem Jahrzehnt gibt es eine "Beste Band der Welt". Ja die Beatles waren schon gut, aber zur gleichen Zeit gab es auch viele andere die die Musik geprägt haben. Was ist mit Elvis Presley, oder die Rolling Stones? Auch heute gibt es Gruppen die vielleicht irgendwann mal als Beste Band bezeichtnet werden. Wenn man es anhand der Plattenverkäufe ausmachen würden, dann sind die Bands die es schon lange gibt oder gab bestimmt auf den obersten Rängen. Und wenn man es anhand des Könnens festlegen würde dann wär unter den Top 10 zuwenig Platz, dazu gibt es zuviel gute. Einer der erfolgreichsten Künstler seit 1970 man mag es kaum glauben ist James Last. Ist er deswegen für jeden die beste Band der Welt. Bestimmt nicht!! Ich würde sagen es ist eine Frage den Geschmacks, und deswegen kann man das nicht für jeden zufriedenstellend beantworten.
Für mich war es Michael Jackson.🙂

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Datum:
28.03.2007, 14:28
Von:
falli
Also von mir gibt es zu dieser Frage ein klares "Nein". Da sich Musik stets an den Einzelnen richtet, sich dieser wiederum in den unterschiedlichsten Lebenslagen befinden kann und dementsprechend seine Vorlieben ausrichtet, kann ich allgemeingültige Qualität im Sinne eines Superlativs nirgends ausmachen.
Musik ist ja kein Wettbewerb, sondern soll Freude bereiten (sie kann natürlich auch Menschen in die Flucht schlagen) , und das gelingt ihr zumeist recht gut.
Grüße!👋

Antwort | Zitatantwort

Datum:
24.04.2007, 17:56
Also für mich gibt es ganz klar die beste Band der Welt auch wenn das viele andres sehen aber für mich ist es Tokio Hotel ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️

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Antwort | Zitatantwort

Datum:
02.05.2007, 14:09
Von:
sas
Ich glaube nicht, dass es per se die beste Band der Welt gibt.
Es gibt aber mit Sicherheit Bands bzw. Künstler, die nah dran kommen. Ich würde als Kriterium vor allem den Bekanntheitsgrad weltweit zu Grunde legen. Also die Frage, wer ist ein Weltstar.
Auf der anderen Seite - natürlich nicht ganz objektiv 😉 würde ich die Beatles schon dazu zählen, da diese riesen Erfolge feiern konnten und sehr bekannt sind - immer noch!

Antwort | Zitatantwort

Datum:
06.06.2007, 14:20
Von:
unbekannt
Ich glaube auch nicht das es sowas wie die beste Band der Welt gibt.Wonach sollte man sie beurteilen? Nach den Verkaufszahlen? Super! Mann fragt ja auch nicht wer der beste Maler oder Schriftsteller der Welt ist.
In diesem Sinne mit freundlichen Grüßen vom :Coyote🙂

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Datum:
07.06.2007, 08:59
Von:
unbekannt
Musik gehört ganz einfach für mich zum Thema Kunst.
Es ist die Kunst, in Menschen eine Emotion, ein Gefühl oder eine Art von Behagen auszulösen.
Man kann keine Richterskala über Kunst legen. Denn Ihre Schönheit liegt im Auge des Betrachters, oder eben des Zuhörers.

Das Thema find ich gut, erinnert mich auch an den Film "Der Club der Toten Dichter".
Hier lässt der "unkonventionelle" Lehrer Mr. Keating zuerst von seinen Schüler eine Passage lesen, von Dr. J. Evans Prichett, Doktor der Philosophie. Dieser schrieb in einem Lehrsatz "Zum Verständnis der Lyrik" Gedichte nach seiner kunstvollen Gestaltung bewerten. Er schreibt hierzu:
Die Maßzahl eines Gedichtes läßt sich anhand eines Diagramms festlegen. Auf der y-Achse tragen wir die Perfektion ein und seine Bedeutsamkeit auf der x-Achse. Die Flächenberechnung zwischen Perfektion und Bedeutsamkeit ergibt die Maßzahl der dichterischen Größe.
Ein Sonnett von Byron würde auf der y-Achse eine hohe Punktzahl erhalten, wäre auf der x-Achse allerdings nur Durchschnitt. Andererseits würde ein Sonnett von Shakespeare sowohl auf der x-Achse als auch auf der y-Achse sehr weit außen sein. Damit würde veranschaulicht, wieviel dichterische Größe dieses Gedicht aufweist."

Ich kann mich Mr. Keating nur anschliessen, der eine Bewertung der Kunst wie folgt kommentiert und die Schüler den Lehrsatz aus Ihrem Buch reissen lässt:

‚Exkrement. Das denke ich über Mr. J. Evans Prichett. Wir sind keine Klempner, wir haben es hier mit Lyrik zu tun. Man kann doch nicht Gedichte bemessen wie amerikanische Charts!'"

Also etwas gut oder schlecht zu heissen, rein nach Zahlen zu betrachten ist Aufgabe der Mathematik, der Wissenschaftler oder Buchhalter.

Die gleiche Frage: "Gibt es eine(n) beste(n) Frau/Mann der Welt"
Woran misst man ? IQ, BMI, Zeugungskraft, Rang, Soziale Stellung, Kochkunst, handwerkliches Geschick, Aussehen ...

Letztendlich - was ist das Schöne an Kunst, Emotionen usw ...
Jeder hat ein anderes Verständnis dafür - deshalb ist sie so vielfältig. Das Schöne ist auch die Abwechslung. Jeden Tag mein Lieblingsgericht - auch wenn es das Beste ist, wird mir nicht mehr lange schmecken.

... hmmm - schon ganz schön lang, man könnte noch viel schreiben ... aber ich denke, meine Meinung kommt schon ziemlich rüber 😂

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Datum:
07.06.2007, 15:02
na die ärzte, seeed, un die beetles!

Antwort | Zitatantwort

Datum:
10.06.2007, 14:25
Erstellt von 'Prinzenrolle' am 07.06.2007, 08:59:
Musik gehört ganz einfach für mich zum Thema Kunst.
Es ist die Kunst, in Menschen eine Emotion, ein Gefühl oder eine Art von Behagen auszulösen.
Man kann keine Richterskala über Kunst legen. Denn Ihre Schönheit liegt im Auge des Betrachters, oder eben des Zuhörers.


Da möcht ich dir zustimmen!
Für mich gibt es da ein klares Ja auf die Frage nach der Besten Band der Welt - das aber auf rein persönlicher Anschauung.
Auch wenn sich die Ärzte so nennen - und ich ihnen diesen Titel bei Gott nicht aberkennen möchte 😉 liegen die bei mir die Backyard Babies an Platz N° 1 der Besten Band der Welt.

Wie Prinzenrolle schon sagte, es ist eine Kunst Emotionen beim Zuhörer einzupflanzen - und das haben bei mir die BBabies geschafft.

Liebe Grüße
Shy

Antwort | Zitatantwort

Datum:
10.06.2007, 18:07
Hier muss man eigentlich differnzieren.

Meint man die beste Band zur Zeit, kann es sich fast nur um eine Geschmacksfrage handeln.

Geht die Diskussion jedoch um die beste Band aller Zeiten kann es eigentlich nur eine Antwort geben:
Die BEATLES
Das bestätigen zum größten Teil sogar Leute die sie normal nicht mögen.
Aber es gab nun mal in der Musikgeschichte nie wieder eine Band,
die in nur 9 Jahren so viele Entwicklungsstufen durchgemacht haben.
Es gabauch nie eine die so viele Trends gesetzt haben.

Vorbild für unheimlich viele Bands waren und sind sie allemal.
Man wird bei fast jeder (Rock)Band die nach ihnen kam mindestens einen Song im Repertoire finden,
der ohne weiteres auch von den Beatles sein könnte.

Klar ist:
Es gab und gibt in vielen Bands vielleicht bessere Einzelmusiker.
Es gibt als genug Drummer die besser sind als Ringo Starr,
genug bessere Bassisten als Paul McCartney usw.
Bei ihnen war es einfach das Zusammenspiel der vier.
Und das Wichtigste: Die Kombination Lennon/McCartney als Songwriter.

Sicher wird es jetzt Leute geben die anderer Ansicht sind als ich.
Auch gut.
Zum diskutieren sind wir ja da 🙂

Antwort | Zitatantwort

Datum:
14.06.2007, 16:06
das ist ne persönliche sache. für jeden gibt es eine unterschiedliche "beste band der welt".

Antwort | Zitatantwort

Datum:
10.07.2007, 14:19
Um herauszufinden, wer die beste Band der Welt ist, müsste man zunächst einmal alle Bands gehört haben.
Da dies unmöglich ist bleibt die Beantwortung dieser Frage sowieso aus. 🙂

Antwort | Zitatantwort

Datum:
16.07.2007, 21:20
Von:
unbekannt
Eines ist doch klar! Mehr als 99% der Bands die es gibt und die es gegeben hat verschwinden/verschwanden mehr oder weniger sang und klanglos.
Vom Rest was natürlich auch noch ein paar hundert, möglicherweise auch ein paar tausend sind widerum 99% lückenhaft im Gedächtnis hängen geblieben und auch die werden über kurz oder lang in der Versenkung verschwinden.
Deshalb muss man nicht alles gehört haben vllt dann wenn man sich seine eigene "Beste Band" suchen möchte.

Fakt ist das Bands wie ABBA, The Beatles, Led Zeppelin oder Pink Floyd auch Jahrzehnte nach ihrem Karriereende noch in aller Munde sind und in Unfragen immer wieder Spitzenplätze erreichen.

Die "beste" Band muss ja nicht zwingend die "erfolgreichste" sein, aber was prädestiniert eine nicht erfolgreiche Band dazu die beste Band zu sein?
Die erfolgreichste zumindest an den Verkaufszahlen gemessen sind halt nun mal die Beatles noch vor allen Klassikern🙂

Antwort | Zitatantwort

Datum:
16.07.2007, 21:42
Die Klassiker lass ich jetzt mal außen vor, mir fehlt hier in der Aufzählung aber noch die Band Queen, die zählen für mich auf alle Fälle zu den besten dazu.

Antwort | Zitatantwort

Datum:
16.07.2007, 21:54
Von:
unbekannt
Queen, Rolling Stones, U2 u.v.m. sind ja noch nicht jahrzehnte aus dem Spiel, sondern noch aktiv sonst müsste ich auch Metallica, Dire Straits, The Police, Genesis und andere nennen😉
Mein Favorit ist übrigens Pink Floyd welche die innovativste, genialste und experimentierfreudigste war (leider).

Antwort | Zitatantwort

Datum:
16.07.2007, 22:31
Von:
unbekannt
Queen!!! Bohemian Rapsody ist die Platte überhaupt.

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Datum:
16.07.2007, 22:44
Von:
unbekannt
Erstellt von 'Coyote' am 16.07.2007, 22:31:
Queen!!! Bohemian Rapsody ist die Platte überhaupt.


Das ist nicht das Thema🙂

Antwort | Zitatantwort

Datum:
16.07.2007, 23:27
Ich denke,es gibt nicht EINE beste Band der Welt- jede Epoche hatte super Bands.Genial und richtungsweisend finde ich zb. die Beatles, Paul Mc.Cartney ist als Songwriter einfach genial! Aber ansonsten denke ich,dass die beste Band der Welt für jeden eine andere sein kann, daher kann man diese Frage so nicht wirklich beantworten.Und wie schon gesagt wurde: Man müsste alle kennen, um sich eine persönliche Meinung hierüber zu bilden-und es gibt niemanden, der ALLE Bands dieser Welt kennt 😉

Für mich z.B. ist (rein von der Technik gesehen) Dream Theater ganz weit oben-die Jungs sind ne Wucht, durfte sie schonmal live sehen- ein echtes Erlebnis!

In diesem Sinne-Music is the only Drug 😉

LG, INTO

Antwort | Zitatantwort

Datum:
17.07.2007, 01:12
❤️ Depeche Mode. Es gibt wenige Bands, die so weit vom Mainstream entfernt sind, und trotzdem in den letzten beiden Jahrzehnten einen so starken Einfluß auf die Musik hatten. Dies ist nur scheinbar ein Widerspruch, denn obwohl sich Depeche Mode nie bemüht haben, berühmt zu sein, hat ihre Musik eine große Resonanz in der Pop-Kultur gefunden.

Depeche Mode sind immer ihren eigenen Weg gegangen, waren trotz ihrer phänomenalen Popularität immer Außenseiter. Doch wenn so verschiedene Künstler wie Air, Smashing Pumpkins, Tricky, Les Rhythmes Digitales, Derrick May, Placebo, Primal Scream, Deep Dish und Todd Terry, Depeche Mode als ihre musikalischen Wurzeln angeben, dann wird einem bewußt, daß die Geschichte populärer Musik ohne diese Band anders verlaufen wäre.

Die britische Zeitschrift "Arena" hat kürzlich behauptet, Depeche Mode habe auf dem Umweg über Basildon sogar bei der Entstehung von Chicago House mitgeholfen. Dies ist vielleicht nicht unbedingt wahr, aber nah genug an der Wahrheit, um den einzigartigen Status einer Band zu verdeutlichen, die stets die außergewöhnliche Gabe besaß, Trends zuvorzukommen und zu prägen, und gleichzeitig außerhalb der festen Parameter herrschender Moden zu bleiben.

Depeche Mode ist zum Beispiel keine Dance-Band, und doch hat ihre Musik einen entscheidenden Einfluß auf die Dance-Kultur gehabt. Derrick May, der Doyen des Detroiter Techno, war einer der ersten, der die ansteckenden Depeche Mode Rhythmen zusammen mit einer radikal neuen schwarzen Musik benutzte. Musik von Depeche Mode wurde von solch exzellenten DJs und Produzenten wie DJ Shadow, Air, Adrian Sherwood's On-U Sound, Tim Simenon, Club 69 und Motorbase ge-remixed und umgestaltet.

Dabei fing alles mit dem bescheidenen Wunsch an, eine Single aufzunehmen. Die Band aus Basildon in der Grafschaft Essex wurde 1980 von Vince Clarke, Andrew Fletcher, Dave Gahan und Martin Gore gegründet. Ursprünglich hieß die Band, "Composition of Sound", wurde jedoch bald in Depeche Mode ("schnelle Mode"😉 umbenannt, dem Titel einer französischen Lifestyle-Zeitschrift.

Dies war vielleicht der einzige Zeitpunkt, zu dem die Band Teil eines verbreiteten Trends war. Als die Gitarren vollständig gegen Elektronik ausgetauscht wurden, war Depeche Mode plötzlich die Speerspitze einer blühenden Clubbewegung inmitten der ausklingendenen Punk-Periode. Die erste Aufnahme der Band war der Track "Photographic", den sie 1981 zu der einflußreichen "Some Bizarre" Compilation beisteuerten.

Noch bevor diese Compilation veröffentlicht wurde, traf die Band den Gründer/Produzenten von Mute, Daniel Miller, bei einem Konzert in London. Miller bot Depeche Mode sofort das an, was sie am meisten wollten: die Chance, eine Single aufzunehmen. Es war der Anfang einer weitgehend symbiotischen Beziehung zwischen Band und Plattenfirma, und ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Depeche Mode.

Die Band debütierte bei Mute mit "Dreaming of Me", einer Single die im März 1981 veröffentlicht wurde. Obwohl sie nur auf Platz 57 in den UK Charts landete, war diese Platte der Anfang einer beachtlichen Reihe von Hit-Singles.



Depeche Mode (II)

Ungefähr drei Monate später folgte "New Life", die Platz 11 in den Charts erreichte, und "Just Can't Get Enough", Depeche Modes erster Top 10 Hit. Im Herbst 1981 veröffentlichte die Band dann ihr Debütalbum "Speak and Spell". Die Platte wurde ein riesen Erfolg, war 33 Wochen lang in den Charts und stieg bis in die Top 10. Nicht schlecht für Jahr Eins.

Depeche Mode waren in diesen ersten Monaten ständig auf Tour, mit der unvorhersehbaren Folge, daß es zur ersten Krise in der Band kam. Das Leben "on the road" ernüchterte den ursprünglichen Songwriter Vince Clarke immer mehr, da er es vorzog, im Studio zu arbeiten. Nach der Veröffentlichung von "Speak and Spell" verließ Clarke die Band, um mit Alison Moyet Yazoo zu gründen.

Mit mehr Glück als Verstand wurde beschlossen, das Songwriting an Martin Gore zu übergeben. In den folgenden 17 Jahren hat Gore sein Talent als einer der größten Songwriter seiner Generation bewiesen und ist sowohl für ein großartiges Repertoire an beständigen Songs, als auch für eine beachtliche Anzahl von Hits verantwortlich.

Die zarte, hypnotische Atmosphäre von Depeche Modes erster post-Clarke-Single "See You" etwa, ließ schon bald Gores Gespür für Melodien erkennen. Nach ihrer Veröffentlichung Anfang 1982, erreichte die Platte mit Platz 6 der englischen Charts, die bis dahin höchste Chartposition einer Depeche Mode Single. Inzwischen übernahm Alan Wilder Clarkes musikalische Rolle in der Band und vervollständigte somit ein Line-up, das die nächsten 13 Jahre so bestehen sollte.

Es gab zwei weitere Hit-Singles, "The Meaning of Love" und "Leave in Silence", bevor Depeche Mode im Oktober 1982 ihr zweites Album, "A Broken Frame" veröffentlichte. Auch das erreichte die UK Top 10 und bestätigte den neugefundenen Stellenwert der Band als Popstars. Wie bei allen Rollen, die die Band im Laufe ihrer Geschichte innehatte, entsprach Depeche Mode nicht dem herkömmlichen Pop Stereotyp.

Da war zum Beispiel der ureigene Sound der Musik, wie ihr drittes Album, "Construction Time Again" im Herbst 1983 bestätigt. Dieses erste völlig ausgereifte Album, bei dem die Band voll auf ihre eigenen einmaligen Fähigkeiten vertraut hatte, spielte eine zentrale Rolle im Werdegang Depeche Modes.

Bei ihren Aufnahmen mieden Depeche Mode die herkömmlichen Methoden und Instrumente. Stattdessen bevorzugten sie die durch Komputer und Sampler angebotenen neuen Möglichkeiten. Für "Pipeline" wurden beispielsweise U-Bahn-Klänge in Londons Brick Lane gesampled – ein radikaler und zugleich bahnbrechender Abschied von orthodoxen Aufnahmetechniken. Ironischerweise ist die Art, wie Depeche Mode damals aufnahmen, heute zum Standard jeder Band geworden.

Dann kam es zur Zweiteilung von textlichem und musikalischem Inhalt. Auf "Construction Time Again" offenbarte Gore tiefere und nachdenklichere Texte, die weitaus düsterer waren, als es die atemberaubende und oftmals zwanghaft tanzbare Musik vermuten ließ. Musikalische Welten lagen zwischen diesem Album und dem Pop von "New Life".


Depeche Mode (III)

Während "Construction Time Again" in Großbritannien sehr erfolgreich wurde, bescherte das Album Depeche Mode auch den ersten ernstzunehmenden europäischen Erfolg. Dieses Album, das in Deutschland beispielsweise Platz 7 erreichte, war der Auftakt einer über Jahre hinweg anhaltenden Popularität in ganz Europa.

Ein weiterer Durchbruch kam 1984, als die Single "People are People" in den USA Platz 13 erreichte, und Depeche Modes erster US-Hit wurde. Mit der Veröffentlichung des Albums "Some Great Reward", das bis auf Platz 51 in den amerikanischen Charts kletterte, setzte sich dieser Aufstieg fort. Dies war ein frühes Zeichen für den internationalen Erfolg.

Falls es jemals eine Unterbrechung in der Arbeit von Depeche Mode gegeben hat, dann im darauffolgenden Jahr, als die Band lediglich zwei Singles, "Shake the Disease" und "It's Called a Heart", und die Compilation "The Singles 1981–85" veröffentlichte. 1986 waren sie wieder da und tourten wie verrückt, um ihr Album "Black Celebration" zu unterstützen, das Platz 3 der UK Charts erreichte.

In der Karriere jeder Band gibt es gewisse bezeichnende Momente. Für Depeche Mode kam der nächste große Wechsel in den Jahren '87 und '88, als sie endgültig eine internationale Band wurde.

Dieser Erfolg wurde durch die Veröffentlichung von "Music for the Masses" im Oktober 1987 ausgelöst. Obwohl dieses Album nur Platz 35 in den amerikanischen Charts erreichte, diente es als gewaltiger Katalysator für die US-Tour der Band. Es schien, als wäre Depeche Mode der Brückenkopf einer aufblühenden, neuen, alternativen Musikkultur geworden.

Der Ruhm der Band in Amerika war umso erstaunlicher, da sie in Amerika vor mehr Leuten spielten als sie Platten verkauft hatten. Am 18. Juni 1988 beendete die Band ihre US-Tournee mit einem Auftritt vor 75 000 Menschen im Rose Bowl, Pasadena. Dies zeigte eindeutig, wie weit die Band gekommen war. Diese bemerkenswerte Zeit im Werdegang der Band wurde als Live-Album und als Film mit dem Titel "101" festgehalten – aufgenommen vom legendären amerikanischen Dokumentar-Filmer D.A. Pennebaker – und im folgenden Jahr veröffentlicht.

Natürlich gab es auch interessante Entwicklungen auf den Straßen von Detroit, wo Depeche Modes Musik von einer neuen Generation von Dance Pionieren aufgenommen und adaptiert wurde, und somit in zeitgenössische schwarze Musik integriert wurde. Die Band hatte, so schien es, neue Möglichkeiten quer durch das musikalische Spektrum geschaffen.

Wie als Bestätigung für den großen Einfluß, den die Band in Amerika hatte, wurde "Personal Jesus" 1989 zur meistverkauften 12"-Single in der Geschichte des US-Labels Warner Brothers, und überschritt damit sogar die enormen Verkäufe von Künstlern wie Madonna und Prince. Im selben Jahr startete die Band zu ihrer World Violation Tour, mit Eröffnungskonzerten in den USA und drei Abschlußkonzerten in der Wembley Arena in London.


Depeche Mode (IV)

Depeche Mode hatten in nur 10 Jahren einen langen Weg zurückgelegt und einen großen Stellenwert erreicht, der 1990 durch die Veröffentlichung von "Violator" gefestigt wurde. Das Album, das in Mailand, Dänemark und London aufgenommen wurde, kletterte sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland auf Platz 2, und erreichte Platz 7 in Amerika. Im nächsten Jahr verkaufte sich "Violator" weltweit fast sechs Millionen Mal.

Schon auf "Violator" hatten Depeche Mode einen neuen und härteren Sound präsentiert, doch noch mehr war das nächste Album, "Songs Of Faith And Devotion" von 1993, von den rohen Energien des aufkeimenden amerikanischen Rock infiziert. Gahan erinnert sich daran, wie er zum ersten Mal Bands wie Nirvana, Jane's Addiction und Tool hörte, und auf Anhieb die gleichen zwanghaften Qualitäten spürte, die ihn bei Großbritanniens Punk Bands der späten 70er angezogen hatten.

"Songs Of Faith And Devotion" wurde Nummer 1 in Großbritannien und Amerika, und führte die Charts quer durch Europa an. Es wurde gefolgt von der Veröffentlichung des "Devotional" Videos und des "Songs Of Faith And Devotion - Live" Albums. Danach erlaubte sich die Band eine lange Ruhezeit.

Der kollektive mentale Zusammenbruch der vier Bandmitglieder, der auf die 14monatige Devotional Tour (mit insgesamt 156 Shows) folgte, blieb nicht ohne Konsequenzen. Alan Wilder verließ die Band nach 13jähriger Mitgliedschaft und auch Martin Gore, Dave Gahan und Andrew Fletcher brauchten Monate, um sich von den Strapazen dieser Mammuttour zu erholen. Es sah ganz so aus, als ob die Band am Ende sei. Keiner streitet ab, daß sie verdammt nah dran war, einen Schlußstrich unter diese Partnerschaft zu setzen, die praktisch ihr gesamtes Erwachsenenleben lang bestanden hatte.

Und so vergingen auch drei Jahre, in denen sich die drei verbliebenen Mitglieder der Band daran machten, ihr eigenes Leben und auch die Zukunft der Band wiederaufzubauen. Grund für diesen Entschluss war das herausragende Songwritertalent von Martin Gore, dessen neues Material die gesamte Band wieder zu neuem Ehrgeiz anspornte. Die ersten Sessions fanden in London mit Unterstützung des langjährigen Depeche Mode Fans und Kollegen Tim Simenon (dem Produktionsgenie hinter Bomb The Bass, welcher in der Vergangenheit bereits einige Depeche Mode Remixe geliefert hatte) statt.

Die Band, die sich bislang nie viel aus herkömmlichen Instrumenten gemacht hatte, brachte außerdem auch solche herausragenden Musiker wie den Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit, den Living Colour-Bassisten Doug Wimbish und den Pedal Steel Gitarristen B.J. Cole mit zu den Aufnahmesessions.

1997 kehrte Depeche Mode nach vierjähriger Abwesenheit mit ihrer neuen Single "Barrel Of A Gun" zurück und erreichte Platz 4 der englischen Singlecharts – übrigens die höchste Erstplazierung einer Depeche Mode Single in der 17jährigen Geschichte der Band. Die zweite Single, "It's No Good" landete auf Platz 5 der englischen Singlecharts und katapultierte das dazugehörige Album "Ultra" weltweit auf Toppositionen. Mit "Ultra" bewies Depeche Mode, daß die kreative Kraft der Band auch diese lange Pause problemlos überstanden hatte und nichts von ihrer Größe eingebüßt hatte.

Im Herbst 1998 geschah dann tatsächlich das, was viele nicht mehr für möglich hielten: Depeche Mode kehrten nach vier Jahren wieder auf die Bühne zurück. Die Tour wurde ergänzt durch die Veröffentlichung der zweiten Singles-Collection der Band, "The Singles 86–98", die eine Fortsetzung der 1985 erschienenen ersten Single-Collection ist.

Wenn man die Wochen zusammenzählt, die die Singles der beiden Collections in den englischen Charts verbracht haben, kommt man auf beeindruckende vier Jahre. Alle Depeche Mode Alben verkauften zusammen über 40 Millionen Exemplare in der ganzen Welt. Nicht so schlecht für eine Band, die ursprünglich nur eine Single aufnehmen wollte.

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